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12.01. – 16.01.09 Hausboot auf dem Murray
- Uwe-
Montag, 12.01.
Heute mussten wir relativ früh raus, man gewöht sich ans ausschlafen wenn man mal zur Ruhe kommt und nicht ans Fahren denken muss, aber so soll es ja sein, eine ausgewogene Sinuskurve.
Der Tag auf den wir nun schon mehr wie zwei Jahre gewartet haben, ein Hausboot als Selbstfahrer auf dem Murray River…
Nach dem Return des Campers in Adelaide, hat übrigens hervorragend geklappt, die Managerin, auch eine Judith, hat ihren Laden voll im Griff (ob das am Namen liegt?).
Wir kennen die ältere Dame noch vom letzten Mal (vor 2 Jahren) und sie hat sich echt gefreut uns wieder zu sehen.
Nach 20 min waren wir fertig und der Door to Door Service den ich noch kurz vor Abreise übr Internet gebucht hatte stand auch schon parat. Anthony, der Junior Chef des Shuttle Services ist ein netter Typ, er hatte auch schon einen Stopp in Murray Bridge eingeplant, damit wir noch in Ruhe Lebensmittel, Säfte Bier und Wein für unseren 5 Tage Trip einkaufen konnten.
Die Houseboat Marina war schnell gefunden und nachdem wir unser Sachen an Bord der “Elfin” gebracht hatten dauerte es ca. ne Stunde bis wir in einem Schnellverfahren in die Kunst der Navigation auf dem Murray River eingewiesen wurden.
Nach einer kurzen Probefahrt mit dem Licence Teacher und einem Anlegegemanöver war ich Skipper und Judith mein 1. Offizier (First Mate) *lach*
In Deutschland wäre das undenkbar in so einer kurzen Zeit ein Boot steuern zu dürfen, hier ist das Null Problem, es gibt auch schon den Führerschein ab 16.
Ein paar Regeln gilt es schon einzuhalten und auch die Signale muss man sich einprägen, das Navigieren muss man halt paar mal üben, besonders natürlich an- und ablegen.
Dazu kommen noch die Schiffahrtszeichen die man kennen muss und Ausweichmanöver will man eine Fährelinie passieren, diese werden nämlich an Stahlseilen gezogen und man muss aufpassen das die Seile abgesenkt werden bevor man durchfährt, diese Aktion ist dann auch abzustimmen mit der Fährestation.
Hier habe ich mal eine meiner Navigations-Karten fotografiert um Euch einen Eindruck zu geben.
Ei grösseres Problem ist das Navigieren bei Wind speziell bei Seitenwind, dazu muss man schon wissen was man tut um nicht zu kollidieren oder gar im Sand stecken zu bleiben.
Es macht einen riesen Spass, schon die ersten 2 Stunden nach dem Ablegen an der MArina waren ein Genuss, entlang des Murrays zu schippern, die Vögel und natur zu betrachten und die Ruhe zu geniessen.
Ich denke die Bilder sprechen für sich….
Wir haben einen wunderschönen einsamen Anlegeplatz gefunden, man dreht von der Mitte des Flusses einfach Richtung Ufer (nach Links mit 2 Signalen, nach rechts mit 1 Signal) und fährt mit Gefühl auf den Strand. Die Wassertiefe immer im Auge, sonst sitzt man fest. Dann werden die Seile an Bäumen fixiert und dabei ist das Boot mit etwas Vortrieb gegen das Ufer zu drücken.
Leckeres gab es dann vom Schiffs BBQ und dazu Rotwein, woher, natürlich vom Barossa Valley (Jacobs Creek)
Dienstag, 13.01.
Another day in paradies, so sagt ein Songtitel von Phil Collins, genau so ist es, es wird wohl auch wieder sehr warm werden, gestern hatte es 43 Grad.
Die Vögel rund ums Boot zwitschern schon vor lauter Freude auf den neuen Tag, mir geht es ähnlich nur zwitscher ich nicht, ich schreibe Berichte für Euch aber auch das macht Spass. Nicht immer habe ich die Muse, oft lasse ich mich treiben im Urlaub und mache das nur wenn ich Lust habe, oft ist auch das nicht vorhandene Netz und glaubt mir in Australien gibt es oft kein Netz!
Aber nun weiter zu unserem schönen Tag. Die Elfin hat uns heute in 3 stündiger Fahrt nach Mannum gebracht, unterwegs gab es nicht viel zu sehen, Natur, Vögel,Natur, Vögel… ab und zu ein entgegenkommendes Hausboot oder ein Speedboot mit Wasserski- oder Wakeboardfahrern.
Wakeboarden schein in zu sein….
In Mannum angekommen haben wir am Pretoria Hotel angelegt, haben wir am Sonntag bei unserem Schoppen dort schon so ausgekundschaftet.
Wir hatten noch Bedarf an kühlen Getränken, sogar das Wasser war fast weg nach diesem heissen Tag.
- Achtung, “the Captain is on the Bridge” -
Ein Genuss bei einem kühlen Blonden auf den Anleger zu schauen und zu wissen das man mit eigenem Hausboot da ist.
Mittwoch 14.01.09
So heute mal richtig ausgeschlafen, ich bis 8:00 (wegen der Berichte, Grüsse an Hubert und danke für den netten Seitenhieb ) Judith ist gegen 9:00 aus dem Bett gekrabbelt.
Ein “early morning swim” war heute noch nicht drin, etwas arg windig und bewölkt, aber jetzt nach dem Frühstück hat es schon wieder angenehme 35 Grad bei leichtem Wind. Gestern ist die MArke weiter auf 44 Grad angestiegen, Nachts hatten wir bis 23:00 noch 35 Grad, dann gehts tatsächlich runter bis ca. 15 Grad.
Das lässt einen gut schlafen, verwunderlich auch das es kaum Stechmücken gibt, alles gut im Lot.
Heute legen wir in Richtung Murray Bridge ab und suchen uns einen “quiet spot” wo wir ganjz alleine sind….
Hier noch ein super aktuelles Bild von meinem 1.Offizier und Schätzle…. aufgenommen um 11:15 Australischer Zeit…
Donnerstag 15.01.09
Nachdem wir gestern einen klasse einsamen Landungspunkt gefunden hatten, direkt an einem Strand im Niemandsland, verbrachten wir den Rest des Tages einfach nur mit Abhängen, Buch lesen, kühles Bier und in der Hängematte dösen, den Flussgeräuschen und den Vögeln lauschend und ab und zu ein Sprung in den mit ca. 25 Grad gut temperierten Murray River.
Ein Traum…..
Ratet mal was wir heute gemacht haben….?
Noch weiter in Richtung Murray Bridge zurück, ca. eine Stunde entfernt von der Marina wo wir morgen unser Boot wieder abliefern müssen einen neuen schönen Anlandungspunkt gesucht,und wieder die Seele baumeln lassen, das war richtig schön ohne Druck abzuhängen und sich nur um sich selbst zu kümmern.
Wir haben den letzten Abend an Bord “unseres” Bootes sehr genossen, komisch wie einem so eine Kiste ans Herz wachsen kann.
Freitag 16.01.09
Heute Nacht habe ich schlecht geschlafen, wahrscheinlich die Aufregung bevor es nach Noosa geht.
Packen war angesagt, noch eine Stunde fahrt hatten wir bis zur Marina vor uns, dann war’s das auch schon wieder mit dem Hausboot Abenteuer. Geil war’s !!
Einfach Schlüssel nach dem Anlegen an Bord lassen, besenrein hinterlassen, und gut …..
Anthony unser Fahrer den ich .via Internet gebucht hatte hat uns noch über Hahndorf gefahren und wir konnten mal die “Deutsche Kleinstadt” anschauen.
So nun sitzen wir auch schon wieder in Adelaide in einer Stunde geht der Flieger nach Brisi.
Bis zu den nächsten Berichten aus Noosa Heads….
Uwe & Judith
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von admin am 12. Januar 2009 um 23:56 veröffentlicht und unter Murray River (SA), Reiseberichte 08/09 abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |














vor 1 Jahr
Hallo, ihr zwei Sonnenanbeter.
Ihr werdet es nicht glauben, aber wir haben hier seit Tagen Schnee. Ganz außergewöhnlich. Und heute haben Andi und ich uns tatsächlich über das milde Wetter (nur noch um die Null Grad, statt Minus 9) gefreut. Unfassbar, an was man sich alles gewöhnt.
Diese Houseboat-Geschichte ist sooooo toll. Wir wollten das auch machen. Leider ist es dazu nicht gekommen. Wird aber noch nachgeholt!
Den Pflanzen geht es gut, alles Bestens soweit.
Viel Spass euch beiden und Petri Heil (oder was man da auf dem Wasser sagt…)
Raphi
vor 1 Jahr
Hi Rafi Und Andi,
haben das mit dem kalten Wetter schon gehört in old Germany, wir geniesen noch die Zeit in der Wärme und relaxen.
Das Mistwetter haben wir wieder lange genug.
Uns geht es saugut….
Liebe Grüsse Uwe & Judith
vor 1 Jahr
Hallo Uwe, hallo Judith, schade, dass wir uns nicht in DU getroffen haben. Aber die Planung! Wie Ihr wißt, sind auch wir allerdings zwei Wochen auf dem Murray River von Murray Bridge nach Swan Reach und zurück “geschippert”. Und die “PDF Datei CD” über mein Murray River Buch habt ihr ja auch schon. Übrigens sieht der ufernahe Rand von Long Island nach meinem Start nun endlich begradigt aus. Hatte mich 2007 schon gestört (Hihi!).
Was mir bei Euren Bildern aufgefallen ist, Ihr habt Euer Hausboot beim Anlegen nur mit den ufernahen Seilen vertäut. Bei unserer Tour war so viel Wind und Strömung, dass das zwie Taue niemals das Boot gehalten hätten.
Viele Grüße
Dieter